Freitag, 25. Mai 2018

Am Abgrund der Dunkelheit

Heute stelle ich euch ein Buch vor, das ich dank der lieben Kari Lessír vorablesen durfte. Eigentlich handelt es sich um eine Novelle und keinen Roman, denn es ist die Geschichte um Patricks ersten Auftrag als Drachenreiter: "Am Abgrund der Dunkelheit".
Es ist eine Ergänzung zu dem dritten Band der Seelenreise-Reihe "Plus Size für die Liebe". In dem dritten Band ging es ja um Mia, deren beste Freundin im Verlauf des Buches in helle Aufregung gestürzt wird, als ihr Freund mit einem Mal im Bett liegt und sie nur ahnen kann, dass er nicht wirklich tot ist, sondern sich nur auf einer Seelenreise befindet. Als er dann endlich "wiederkommt", wird nur kurz erwähnt, dass seine Reise kompliziertere Ausmaße angenommen hat, als geplant war. Diese Novelle ist jetzt einzig Patricks Seelenreise, was er dort erlebt und gelernt hat.

Diese Reise, von der wir bereits wissen, dass sie ein paar Tücken für Patrick bereit halten wird, ist wirklich toll geschildert! Patricks Aufgabe ist es und wird es in Zukunft vermehrt sein, Seelen ins Licht und in ihr Paradies zu begleiten, dies soll er nun erlernen. Dabei steht ihm jemand zur Seite, der so noch einmal einen tollen letzten Auftritt bekommt. Damit dann aber auch für immer von Patrick Abschied nehmen muss. Patrick muss ebenfalls weiterziehen, denn in den anderen Dimensionen können Ängste, Sorgen und Gefühle schnell zur Gefahr werden... das hat Patrick ja bereits in seiner Ausbildung ("Liebe auf Schamanisch") gelernt. Dieses Wissen wird jetzt auf eine nur allzu harte Probe gestellt.
Außerdem muss Patrick an seinen Aufgaben wachsen. Er besitzt Fähigkeiten, von denen er noch nichts ahnt. Er muss lernen, sich selbst zu schützen und er erfährt einiges über Seelen, das Leben und den Tod.
Auf seiner Reise begleitet ihn Ximaio, der ihn ab und zu ordentlich zur Ordnung ruft, wenn seine Gedanken mal wieder treiben und, der ihn beschützt und alles gibt, was er hat. Die Reise schweißt diese beiden Helden noch einmal ein Stück weiter zusammen und stärkt das Band zwischen ihnen. Patrick erfährt nebenbei noch ein paar Dinge über seinen Drachen, die er bisher beim besten Willen nicht gewusst hätte.

Natürlich ist es kein Roman; dieses Büchlein hat knappe 70 Seiten, aber trotzdem ist es Kari Lessír gelungen eine ganze Geschichte hineinzubauen. Es war nie die Absicht, dass es sich um einen Liebesroman handelte, es sollte sich einzig um die Tücken und Besonderheiten des Drachenreitens drehen und das ist deutlich geworden.
Zu Beginn des Buchs steigt die Spannung ein wenig, aber eigentlich lässt der Spannungsbogen eine Zeit lang auf sich warten. Was aber keineswegs schlimm ist, denn zu Beginn gibt es einfach viel zu viele Informationen, die Patrick und auch der Leser verarbeiten und verstehen müssen, als dass jetzt auch noch irgendetwas Schlimmes passieren könnte. Das kommt aber, keine Sorge. Mit einem Mal steigt der Spannungsbogen und gerade als man denkt "Okay, Patrick hat es im Griff... Boom!"
Besonders schön fand ich auch, dass die Novelle sich richtig schön an den dritten Band "angeschmiegt" hat, sodass man den Übergang zwischen dem, was man schon kennt und dem, was neu ist, fast nicht gemerkt hat.
Genau wie die anderen Bände auch, handelt es sich auch bei dieser "Ergänzung" um ein sehr spirituelles Buch. Meiner Auffassung nach ist dieses sogar das Buch, was am meisten davon enthält, immerhin spielt es hauptsächlich in Zwischendimensionen... Das sollte euch aber nicht davon abhalten es zu lesen. Klar ist das ein sehr... verzwicktes Thema, besonders mit dem extravaganten Thema: "Tod", aber Kari Lessír hat das meiner Meinung nach sehr elegant umschifft und hat dem Leser ihren Weg, ihre Version und Vorstellung sehr gut begreiflich gemacht. Ich kann jetzt natürlich nur für mich sprechen, aber ich finde diese Art der Wahrnehmung, die in dieser Novelle geschildert wird, sehr, sehr schön und halte es auch für durchaus annehmbar. Auf der anderen Seite ist es natürlich eine Geschichte und eine Reise, die, zumindest auf den ersten Blick, ein wenig fantastisch wirken mag. Ich meine, Lichtgestalten, oder die Seele, die sich von einem Körper abspaltet... da wirkt vielleicht sogar ein Drache, der Feuer speit, wahrscheinlicher. Aber nein, in diesem Zusammenhang und diesem Umfeld schildert Kari Lessír all das erstaunlich glaubhaft und ehrlich.
Zu guter Letzt noch ein wichtiger Punkt: das Cover.
Es ist meiner Meinung nach fantastisch gelungen. Im Vordergrund steht Patrick, der Drachenreiter, der in diesem Buch eine waschechte Seelenreise erlebt, wie man sie sich besser nicht vorstellen kann. Im Vergleich zu den anderen Bänden wirkt dieser dann aber doch eher düster. Die Dunkelheit mag vielleicht daher rühren, dass sich die Zwischendimensionen häufig in absolute Dunkelheit hüllen. Aber dazu kommt noch die Gefahr, die in dieser Novelle im Vordergrund steht und von der man weiß, dass sie bei der kleinsten Unachtsamkeit zuschnappt. Im Hintergrund erkennt man außerdem Ximaio, zumindest sieht es aus wie ein Drache, aber die Augen sind rot und glühend, als stände Gefahr darin...

Also noch einmal; diese spirituelle Novelle hat genau das richtige Maß an Spannung und auch wenn der romantische Aspekt vielleicht ein bisschen kürzer treten muss, war das ja so geplant. Das Thema mit dem "Tod" und was danach kommen mag, ist sehr einfallsreich und verständlich rüber gebracht worden. Im Zusammenhang mit der ganzen Geschichte wirkt nichts an dieser Novelle "einfach nur aus der Luft gegriffen". Der einzige Punkt, wo es bei mir einfach immer ein bisschen hakt ist, dem ganzen meinen vollständigen Glauben zu schenken und mich darauf einzulassen. Das mag auch daran liegen, dass ich eher selten spirituelle Romane lese und es deshalb immer eine neue Erfahrung ist. Auch das hat Kari Lessír gut gemacht, denn selbst, wenn ihr nicht so spirituell denken mögt, wie ich auch, lässt sich dieses Buch auch immer noch als Fantasy-Geschichte lesen.
Unter Berücksichtigung all dessen gebe ich dieser süßen und spannenden kleinen Novelle 4 von 5 Sternen.
Das war also meine Meinung dazu. Ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Lesen dieser Novelle. Vielleicht schreibt ihr mir ja mal, wie spirituell das Büchlein auf euch wirkt oder in wie weit ihr diesem Grundsatz Glauben schenkt.
Eure
          Nina

Samstag, 21. April 2018

The Return/The Power - Titan-Series, Band 1 und Band 2

Ich habe vergangene Woche wirklich verzweifelt gesucht. Ein wenig entsetzt sogar. Ich war davon ausgegangen, dass ich letztes Jahr im Juni bereits über "The Return" von Jennifer L. Armentrout geschrieben hätte und nun mit einer Rezension zum zweiten Band "The Power" oder im Deutschen "Im leuchtenden Sturm" (Jaja, ich weiß auch nicht recht, wie die Übersetzung von "The Power" auf "Im leuchtenden Sturm" gekommen ist...) dort anknüpfen könnte.
Leider musste ich dann aber feststellen, dass ich euch noch überhaupt nicht berichtet habe, wie ich Band 1 fand. Wie absolut hammermäßig und atemberaubend der erste Band war...
Deshalb wird das hier jetzt eine Rezension zu den ersten beiden Bänden der "Titan"-Reihe.

Bevor ihr anfangt zu lesen solltet ihr vielleicht wissen, dass es sich bei der Reihe um ein Spin-Off handelt. Ich habe vor einiger Zeit (... im Mai 2016) die Reihe "Dämonentochter" beendet. Dabei ging es um Alex und Aiden und Seth.
Wenn ihr die Reihe noch nicht gelesen habt, könnte es euch eventuell ein wenig schwerer fallen in "Erwachen des Lichts" (Titan #1) einzusteigen, aber meiner Einschätzung nach geht das. Dies soll nur als kleine Vorwarnung dienen, dass ich euch SPOILERN könnte, wenn ihr die "Dämonentochter"-Reihe noch nicht gelesen habt. - Aber das ist eure Entscheidung, ich freue mich über jeden Leser!

Also... im ersten Band "Erwachen des Lichts" ("The Return") geht es erst einmal um Seth, der Apollo ein Versprechen gegeben hat und seit Ende des Kriegs die Überreste beseitigen und die ganze Drecksarbeit verrichten muss. Dann kommt Apollo wieder zu ihm, mit einer Aufgabe, die so gar nicht den bisherigen gleicht, die allesamt blutig und gewalttätig waren. Jetzt soll Seth jemanden abholen und in den Covenant in South-Dakota bringen. Dieser jemand hat die Initialen J.B. Dann begegnet Seth Josie und ihm wird klar, dass sie es ist. Dass er sie beschützen muss und, dass er unbedingt seine Finger von ihr lassen muss. Alle von euch, die Seth kennen, werden jetzt vielleicht schon ahnen, wie schwer ihm das fallen wird. Für alle anderen: Seth ist einer jener Typen, die normalerweise, wenn sie etwas wollen, es auch bekommen und vor allem fällt es ihm öfter mal schwer sich zu beherrschen... Doch warum er ausgerechnet sie beschützen muss, diese Frage bleibt erst einmal offen.
Auf der anderen Seite steht Josie, die bisher ein recht normales Leben gelebt, Psychologie studiert hat und niemals ahnen würde, dass Apollo oder so etwas wie Halbgötter existieren, wo anders als vielleicht in Supernatural.
Dann trifft sie auf diesen superheißen, verführerischen, sexy Typen, von dem sie keine Ahnung hat, wo er auf einmal herkommt und mit einem Mal steht sie mitten in einem Albtraum der schlimmsten Sorte. Und das Schlimmste daran? Es ist kein Traum. Langsam gerät ihre Welt aus den Fugen, indem sie nach und nach erfährt, dass es die Götter Apollo, Athene, Zeus, Hades und Co. gibt, dass es Leute gibt, die von ihnen abstammen, halb Mensch halb Gott, dass es eine ganze Menge von Personen gibt, die auf eine viel kompliziertere und komplexere Art mit den Göttern verwand sind und von ihnen abstammen, als lediglich ihre Kinder zu sein. Und, dass sie auf einmal zu den Leuten gehört, die davon wissen und eigentlich in diese Welt gehören.
Denn in Seths Welt, wie er sie kennt, gibt es ein Problem. Die Titanen sind ausgebrochen, aus der Unterwelt. Und sie wollen Rache. Dreimal dürft ihr raten - und das ist schon echt viel dafür, dass die Frage so einfach ist! - wer kann die Titanen stoppen?
Während Josie also nun versucht sich mit der Tatsache von Göttern und Furien abzufinden, versuchen sie und Seth die unglaubliche Anziehungskraft zueinander zu unterdrücken. Und diese Anziehungskraft ist vielleicht genau das Gefährliche, wie ihr vielleicht aus der Vergangenheit wisst... nur weiß Josie das noch nicht.

Das Buch. Nun. Vielleicht würde es reichen, wenn ich sage, dass ich es geliebt habe. Dass ich es verschlungen habe. Dass ich es immer noch liebe und die ganze Story immer lieben werde. Aber das reicht einfach nicht. Denn als ich "Dämonentochter" beendet habe, war ich traurig darüber, dass es zu Ende war. Keine große Überraschung, oder? Ich meine, eine Pentalogie, die man verschlungen hat und bei der man immer auf jegliche Fortsetzung gewartet hat? Vor allem gegen Ende?!
Aber ich muss auch zugeben, dass ich Seth gehasst habe. *versinkt vor Scham im Erdboden* Zumindest noch bis kurz vor Schluss, denn dann... (Das müsst ihr schon selbst lesen!) Warum ich euch das alles erzähle? Wenn ihr die "Dämonentochter"-Reihe gelesen haben solltet. Und genauso empfindet, wie ich es getan habe... dann... naja, diese neue Reihe ist es wirklich wert gelesen zu werden und ich verspreche euch, dass ihr Seth gegenüber langsam aber sicher (vielleicht auch ein klitzekleines Bisschen schneller) auftauen werdet!
Ihr könnt das Buch also beruhigt lesen. Ihr solltet sogar. Ihr müsst. Bittebittebitte! Euch entgeht sonst etwas... wieder einmal.
Jennifer Armentrout ist ein wenig bekannter, bei den meisten zumindest, als Liane Mars ("Bin Hexen.") und vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, aber ich lese ihre Bücher unheimlich gerne und liebe ihre Geschichten.
Und diese unterscheidet sich da nicht sonderlich von den bisherigen. Von der Story an sich, ja! Von dem tollen, faszinierenden Stil und der Spannung, nein. Und das ist auch gut so!

Dieses Buch besitzt meiner Meinung nach alles, was ein gutes Buch braucht: Action - oh ja, darauf könnt ihr wetten. Immerhin geht es darum, dass Josie gegen jemanden kämpfen muss und das Mindeste, worauf das hinausläuft, ist Training, Sport und Kämpfen.
Dann wäre da die Spannung, die mit der Action praktisch einhergeht. Denn erst einmal müssen Josie und Seth ja zum Covenant, also zu der Schule für Halbblüter und Vollblüter kommen. Dorthin, wo Apollo sie geschickt hat. Und auf diesem Weg lauert ganz sicher mehr als nur eine Gefahr!
Spannung kann man auf verschiedene Weise verstehen. Nicht nur war die "Krimi"/"Thriller"-Spannung, sondern auch, was die "Romantische"-Spannung angeht. Denn, wie bereits oben erwähnt, ist da diese nicht zu leugnende Anziehungskraft zwischen Josie und Seth.
Wo wir ohnehin schon bei Seth sind... vorne in meiner englischen Ausgabe des Buchs steht, noch vor dem Titel und dem Verlag eine kleine, nette Warnung, die meiner Meinung nach passend ist - nicht, dass sie euch von etwas abhalten sollte... aber es könnte sein, dass Seth eben das ein oder andere Mal mit nacktem Oberkörper herumrennt, verschwitzt... naja, er sieht einfach unglaublich gut aus. *kicher* Das muss euch klar sein. Und es handelt sich um eine Liebesgeschichte (zumindest in Teilen), also... liegt ein weiterer Schluss nahe.
Seth... hat aber noch eine andere Eigenschaft, die ihr vielleicht nicht kennt, wenn ihr die "Dämonentochter"-Reihe noch nicht gelesen haben solltet und trotzdem beschließt diese Reihe als nächstes zu lesen. Denn Seth ist ein Apollyon. Oder "rolly-pollys" wie Josie sagen würde. Er hat eine... Vergangenheit, die auch der Grund dafür ist, dass er Aufgaben von Apollo annehmen muss. In dieser Vergangenheit hat er einige Fehler begangen, weshalb ich ihm gegenüber auch mal recht... negativ eingestellt war. Und diese Fehler hat er versucht gut zu machen. Doch man kann nicht alles gleich mit einer mega-guten Tat ausmerzen. Das ist zumindest das, was Seth klar ist. Was er denkt. Und das, was die anderen ihm immer wieder unter die Nase reiben.

Wie ihr seht ist dieses Buch mehr als nur ein wenig facettenreich und vielschichtig. Es lohnt sich. Ihr könnt gern mit einem Blick anfangen, denn ich schätze, dann könnt ihr ohnehin nicht mehr aufhören.
Ich gebe diesem fantastischen Buch 5 Sterne (wiedermal...) und wünsche euch schon einmal viel Spaß beim Lesen von Band #1!

                                                                                                                                         ***

Jetzt folgt Band 2 "Im leuchtenden Sturm" ("The Power"). Die Geschichte knüpft zwar nicht nahtlos an Band 1 an, aber es ist zwischendurch nichts passiert, meiner Einschätzung nach sind ein paar Wochen von ständigem Training vergangen, restliche Ereignisse oder neu gewonnene Gewohnheiten werden dann auf den ersten paar Seiten erwähnt und bringen den Leser auf den neuesten Stand.
!   Hier solltet ihr jetzt vielleicht aufhören zu lesen, wenn ihr Band 1 noch nicht gelesen habt...   !

Dieses zweite Buch handelt von dem Beginn der Suche nach den übrigen Halbblütern, von dem Kampf und weiteren Angriffen der Titanen. Das ist zumindest das höher gestellte Ziel, das Josie und Seth ins Auge fassen. Dass ihnen so viel dazwischen kreuzen und sich ihnen in den Weg stellen würde, konnten sie ja nicht ahnen.
Zuerst einmal wäre da die Tatsache, dass es, nach dem Erlass des neuen Gesetzes, dass Halb- und Vollblüter ebenbürtig sind, ein paar Aufstände, Tumulte und Zwischenfälle gab. Die Spannungen auf dem Campus, und nicht nur auf unserem, sondern auf allen, haben sich weiter ausgeweitet und extreme Ausmaße angenommen.
Dann wäre da die Tatsache von Alex und Aidens immer näher rückendem Besuch, von dem Seth weiß, Josie jedoch offenbar nicht. Zuerst spielt das keine große Rolle, doch dann...
Und schließlich, wie erwartet, die Beziehung zwischen Seth und Josie, die sich hier auf sehr dünnem Eis befindet und droht einzubrechen. Wenn sich Liebe und Hingabe mit Lust mischt und zu Power wird, dann spätestens sollte man beginnen sich in Acht zu nehmen. Und die Götter haben scheinbar genau das vor...
Neben all diesen Kleinigkeiten muss Josie trainieren, damit sie auch wirklich bereit ist, in dem Kampf gegen Hyperion zu bestehen.

Das war nur eine kurze Zusammenfassung... sehr kurz und knapp. Aber es kommt ja schließlich eigentlich auf den folgenden Teil an:
Die Geschichte wird immer spannender und facettenreicher. Ich weiß, dieses Wort habe ich auch schon im Zusammenhang mit #1 verwendet, aber es ist so. Immer mehr Punkte und Probleme treten auf den Plan. Achtet man auf das Eine, verliert man das andere vollkommen aus den Augen und ist total überrascht was für Wendungen das Buch nimmt. Der Stil und die Spannungslinie ist toll.
Was ich im Zusammenhang mit dem ersten Band noch gar nicht erwähnt habe, was aber dort ebenso zutrifft wie bei Band 2 ist, der Humor, mal wieder. Klar, die Spannung und Action! Das ist wichtig! Die Romantik und das Sex-Appeal... aber habt ihr mal an den Sarkasmus gedacht? Ich finde, der ist unabdingbar! Und das ist ja das Schöne an Jennifer Armentrouts Büchern. Egal wie spannend oder fesselnd, herzzerreißend oder schrecklich die Geschichte ist - man kann sich darauf verlassen, dass irgendwann wieder ein Witz kommt, wenn auch nur ein kleiner. Dass die Lachmuskeln irgendwann wieder zum Einsatz kommen und jemand etwas besonders Komisches sagt (selbst, wenn es für den Charakter selbst vielleicht gar nicht witzig ist...).
Bevor ihr jetzt aufhört zu lesen, weil ihr nur noch an Klamauk und zu viel Humor denkt. Nein, das ist auch nicht der Fall. Ich stand den Tränen bei diesem Band wirklich sehr früh sehr nahe, weil etwas unfassbar Schreckliches passiert ist. Dem Leser ist an dieser Stelle bewusst, was los ist. (Und glaubt mir, die Wut ist hoch- und übergekocht...) Josie jedoch nicht. Sie leidet. Aber nicht allein, ich denke, so viel darf ich verraten, denn ihre neu gewonnenen Freunde stehen ihr tapfer zur Seite.
Speaking of... Freunde. Da wären wir wieder beim Thema: Seth. Der leidet in diesem Band scheinbar unter recht starken Stimmungsschwankungen. Nein, tut er nicht. Aber im Nachhinein könnte man das schon denken. Kennt ihr das, wenn jemand immer und immer wieder seine Meinung ändert? (Nicht, dass mir das nicht auch ständig passieren würde. Aber ich spreche jetzt eigentlich von Protagonisten...) Und es einem so vorkommt, als wäre das aus heiterem Himmel, weil es doch eigentlich gar nicht so oft Situationen geben kann, in deren Folge man Gelegenheit hätte seine Meinung zu ändern. Aber dann überlegt man genauer und eigentlich gibt es das. Zumindest ist das hier der Fall. Seth hat immer wieder neue und ebenso gute Beweggründe... das heißt, mal bessere, mal schlechtere.
Besonders schön fand ich auch, dass Gesichter aus der Vergangenheit, also aus den vorherigen Bänden (bzw. Reihe) wieder auftauchen. Ich liebe es, wenn solche Verbindungen gezogen und alte Geschichten wieder ans Tageslicht kommen!
Schließlich noch ein letzter Punkt. Etwas, was ich außerdem besonders schön finde an Jennifer Armentrouts Büchern, ist, dass sie immer wieder Anspielungen auf ihre Lieblingsserien fallen lässt. In diesem zweiten Band wäre das vermehrt "Supernatural". Nachdem ich die Serie komplett geguckt habe, bin auch ich ein riesiger Fan und finde es einfach... fantastisch, wenn in Büchern, die von Göttern handeln, Anspielungen auf etwas so... Normales gemacht werden.

Einen Haken hat dieses Buch besonders. Der erste Band auch, aber dessen Ende ist noch grenzwertig. Band 2 hat wieder einmal einen Cliffhanger. Jedoch gab es schon wesentlich schlimmere. Ob nun bei "Opal" oder bei "Lady Midnight"... im Vergleich dazu ist das hier fast gar nichts. Dennoch freue ich mich schon auf die Fortsetzung!
Zum Schluss nun noch ein kleines Zitat aus Band 2 "Im leuchtenden Sturm":
"Ich fühlte eine federleichte Liebkosung meinen Arm hinab und auf meiner Hüfte."
- Das ist der erste Satz aus diesem glorreichen Buch. Das steigert schon einmal eure Vorfreude ;)
Aus all diesen Gründen gebe ich dem zweiten Band nach dem ersten erst recht 5 Sterne, denn ich finde dies ist sogar noch eine winzig kleine Steigerung zu Band 1!
So, nun aber: Viel Spaß beim Schmökern, ihr Lieben. Und bis nächstes Mal!
Eure
            Nina

Samstag, 7. April 2018

Bin Hexen. Wünscht mir Glück!

Ohne euch jetzt unbedingt mit der Nase darauf stoßen zu wollen, muss ich es jetzt doch noch einmal ansprechen: Es tut mir leid.
Ich habe es in den letzten Wochen einfach nicht geschafft eine Rezension zu posten, aber auch davor die paar Wochen habe ich mir dann lieber mein Buch genommen. Ich hatte einen... Hänger. Lasst es uns so nennen. Jetzt bin ich aber wieder da. Voll und ganz und bei euch!
Ich hatte erst einen Vlog probiert, es mir dann aber recht rasch anders überlegt. Wo ich gerade ohnehin dabei bin: Wie gefällt euch das neue Design? Ich persönlich bin sehr froh und zufrieden damit!
Immerhin hatte ich in der großen Zeitspanne, die ich mich jetzt nicht gemeldet habe, wenigstens ein bisschen Gelegenheit tolle Bücher zu lesen und Buchtipps für euch zu sammeln. Die werden jetzt in den nächsten Wochen erscheinen. Hoffentlich!

Als erstes wäre da einmal "Bin Hexen. Wünscht mir Glück" von Liane Mars. Die Geschichte habe ich noch im Dezember gelesen, konnte es nach der Buchmesse eigentlich gar nicht erwarten. Und es hat sich definitiv gelohnt! Ein tolles, spannendes, romantisches und vor allem sehr humorvolles Buch... aber immer der Reihe nach.

Es geht um Hexe Primadonna (kurz: Prim), die die Magie hasst. Kein Wunder, wenn die daran Schuld ist, dass sie einen solchen Namen trägt! Ihre Eltern haben es wirklich versucht, ihr einen anderen Namen zu geben, aber die Magie hat ihre Geburtsurkunde immer wieder abgeändert.
Prim hext nur sehr ungern, sie zaubert nicht gern, oder besser: sie hasst es. Was sich für eine Hexe vielleicht komisch anhören mag, aber das Hexen ist Pflicht. Die Hexen leben unerkannt in der Menschenwelt und versuchen zu verbergen, dass sie Zauberkräfte haben. Oder besser gesagt: Sie versuchen die Magie zu verstecken. Denn die Magie ist ein eigenes Wesen, eine Präsens, die unsichtbar ist und nicht wirklich vorhanden, aber ganz klar ihren eigenen Kopf hat. So kommt es zum Beispiel auch, dass die Zauberkräfte der einzelnen Hexen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Prim ist eine von den Hexen, die besonders oft hexen müssen. Denn wenn man nicht hext, geschehen Naturkatastrophen oder Chaos übernimmt das Kommando. Die Magie sucht sich schon ihren Weg hinaus. So kommt es zum Beispiel auch, dass Stifte und Radiergummis auf Prims Bürotisch einmal zu tanzen anfangen, als sie sich aufregt.
Außerdem hat Prim noch eine Fähigkeit. Jede Hexe hat etwas Besonderes an sich und bei Prim ist es eben, dass sie, sobald sie den Namen von jemandem erfährt, dessen Vergangenheit schemenhaft ausmachen kann. Sie weiß also nicht: Der war zu diesem Zeitpunkt dort. Aber sie weiß ungefähr, was er für ein Mensch ist, vielleicht sein Lieblingscafé, solche Sachen...
So viel erst einmal zu dem Hintergrund der Geschichte. Zu diesem Chaos und der ständigen Pflicht zu hexen, kommt jetzt dazu, dass der Hexenjäger Liam die Hexenwelt enttarnt. Die Hexen werden mit einem Mal gejagt und verfolgt und man muss besonders stark aufpassen, wie man sich in der Öffentlichkeit verhält. Doch Prim hegt ein kleines Geheimnis. Denn dieser Hexenjäger ist ihr Hexenzwilling. Jede Hexe hat einen und versucht ihn mit einem ihrer ersten Zaubersprüche zu finden, doch bei Prim hat das nicht funktioniert und bisher ist sie immer davon ausgegangen, dass sie gar keinen Zwilling hat. Bis sie Liam sieht und ihr klar wird, dass sie ein Problem hat. Denn dieser ist ihr Zwilling und trägt damit selbst etwas Magie in sich. Sie muss ihn einfach kennenlernen, um die Magie zu beruhigen, doch er jagt Hexen... wie also soll sie das nur anstellen ohne verhaftet zu werden?!

So viel zu der eigentlichen Geschichte. Das Buch ist witzig und zaubert dem Leser andauernd ein breites Grinsen ins Gesicht. Gleichzeitig besteht über das ganze Buch hinweg eine unterschwellige Spannung, ob sie entdeckt wird, wie Liam reagiert... Diese Spannung steigt am Ende stark an und der Humor, der Witz wird weniger. Der Sarkasmus allerdings bleibt bestehen und macht dem Leser die Geschichte ein wenig leichter, das Lächeln also bleibt bestehen.
Und schließlich ist da noch diese andere Art der Spannung. Wenn es nicht um die Hexenwelt geht, um die Katastrophen, die sich anbahnen, sondern lediglich um Prim als Person, die Liam kennenlernt, oder es zumindest versucht. Die sich langsam aber sicher an den sexy aber kühlen Kerl gewöhnt. Kurz gesagt: Auf der anderen Seite steht eine Liebesgeschichte mit mehr als ein paar Tücken, mit Hindernissen, die kein normaler Mensch nehmen muss und Problemen, die sowohl Hexen und Hexenjäger haben als auch normale Menschen, wie du und ich.

Das Buch, die Geschichte ist toll und hat mich total gefesselt, in Atem gehalten und es hat keine zwei Tage gedauert, da ich das Buch durchgelesen hatte.
Der Schreibstil ist toll und leicht, luftig, sodass der Leser die schwierigen Beziehungen und Regeln der Hexenwelt schnell lernt und versteht und praktisch durch die Seiten fliegt.
Optisch, der Umschlag sieht fantastisch aus, mit ein paar Sturmwolken und einer Katze. Aber besonders schön finde ich, dass sich zumindest die Wolken auch innen wiederfinden. Über jedem Kapitel brauen sich düstere Wolken zusammen, als stünde ein Regenguss bevor und die Ecken sind mit wunderschönen Schnörkeln verziert.
Aber ich möchte euch nicht allein wegen dem schönen Anblick zum Lesen dieses Buches bringen, denn ihr würdet eindeutig etwas verpassen, wenn ihr dieses Buch auslassen würdet! Wenn ihr ein wenig Fantasy und Romantik mögt, seid ihr hier auf jeden Fall an der richtigen Quelle!
Um euch davon zu überzeugen, und davon, wie viel Humor tatsächlich in diesem Buch steckt, hier der erste Satz:
"'Miss Nimbifera?' Mein Kollege riss mich aus meinen Grübeleien. Widerwillig sah ich hoch und blickte in ein Gesicht mit einer sehr krummen Nase und sehr vielen Pickeln. Udo. Den Nachnamen hatte ich vergessen, denn der war auch nicht wirklich wichtig. Augenblicklich rauschte die Magieanalyse durch mein Gehirn. Udo. Das hieß frei übersetzt 'der mit dem Erbgut'. Autsch. Schmerzhaft ehrlich, mit wenig Fingerspitzengefühl gesegnet. Mamafixiert, aber sehr treu. Aus irgendeinem Grund mochte er mich, was für mich ganz praktisch war." 
5 Sterne für diese tolle Geschichte! Danke, Liane Mars, für so ein geniales Buch!
Einen kleinen Extrapunkt bekommt das Buch noch von mir, denn ich habe es auf der Frankfurter Buchmesse 2017 auf der Drachennacht gekauft. Ohne die tolle Lesung wäre ich wahrscheinlich erst einmal nicht auf dieses Buch gekommen. Jetzt aber steht in meiner Ausgabe sogar eine Signierung und ihr glaubt gar nicht, wie stolz ich darauf bin!
Viel Spaß beim Schmökern!
Eure
       Nina

Montag, 26. Februar 2018

Must-Read Blogtour: Tag 13


Hallo, ihr lieben Leseverrückten!

Heute bin ich dran mit meinem "Must-Read". Die tolle Blogtour wurde von Lady Smartpants organisiert. Die komplette Übersicht mit allen Blogs und allen Beiträgen findet ihr auf ihrem Blog „Lady Smartpants“. Gestern hat euch Andraya auf ihrem Blog "Mein Gedankenkarussell" den tollen YA-Titel "Seelen" von Stephenie Meyer vorgestellt. Schaut doch mal vorbei!
Es gibt so unglaublich viele Bücher, die es alle wert sind gelesen zu werden. Ich selbst konnte mich erst nicht entscheiden, als dann aber mein Blick auf ein ganz bestimmtes Buch, eigentlich vielmehr auf eine Reihe, gefallen ist, war es klar.

Es gibt ja viele Bücher, um die immer ein richtiger Hype gemacht wird. Häufig ist das auch gerechtfertigt. Meiner Meinung nach. Vielleicht erinnert ihr euch, dass „Twilight“ eine Zeit lang von allen gelesen wurde. Auch so „Harry Potter“ (aber das wird immer noch von aller Welt – mir einschließlich – gelesen).
Dann gibt es Bücher, um die vielleicht nicht richtig gehypt wird, die aber auch von vielen gelesen werden. Und Bücher, die eher unterschwellig bekannt sind und dann gibt es die Bücher, die in der Menge untergehen. Einfach, weil es immer ein Buch gibt, das interessanter wirkt.

Aber ein Buch solltet ihr unter gar keinen Umständen verpassen. Es ist für mich ein dringendes „Must Read“. Es gehört zu einer Reihe von vier Bänden, die ich gelesen habe, bevor ich „Twilight“ auch nur eines Blickes gewürdigt habe: Vor etwa fünf Jahren habe ich „Kuss des Tigers“ das erste Mal im Regal stehen sehen. Ich war mit einer Freundin unterwegs, zog sie in unsere Buchhandlung vor Ort und da standen wir dann vor dem Regal. Einem Regal, das beängstigend viele bekannte Bücher enthielt. Aber eins stand dort oben, es war mir unbekannt und sah irgendwie geheimnisvoll aus. Ich musste mich richtig recken, bis ich es herunterholen konnte, denn es stand so weit oben. Nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, war für mich klar, dass ich es lesen musste!

Kuss des Tigers“ von Colleen Houck ist der erste Band der Tetralogie (...).
Plot: Die Geschichte handelt von Kelsey Hayes, die einen Job sucht, um sich ein wenig Geld dazuzuverdienen. Im Jobcenter teilt man ihr eine zweiwöchige Arbeit in einem Zirkus zu. Kelsey mag Tiere und ihre einzige Sorge besteht darin, dass auf dem Plakat des Zirkus ein weißer, großer und gefährlich aussehender Tiger abgebildet ist. Hoffentlich muss sie den nicht füttern!
Sie beginnt ihre Arbeit in dem Zirkus, die Mitarbeiter, Pfleger und Bewohner des Zirkus sind nett und offen. Schnell freundet sie sich mit dem ein oder anderen an. Dann lernt sie den Tiger kennen. Es ist ein stolzes und sehr schönes Tier. Der Name des Tigers lautet „Dhiren“ und Kelsey fühlt sich, ganz entgegen ihrer Vermutungen zu ihm hingezogen und freut sich, wann immer sie Zeit hat, um neben seinem Käfig in der Scheune zu lesen oder sich mit ihm zu unterhalten. Es erscheint ihr lächerlich, aber „Dhiren“, dem sie den Spitznamen „Ren“ gibt, erscheint ihr überhaupt nicht böse, sondern zutraulich und sie hat den Eindruck, als würde er ihr zuhören.
Viel zu schnell neigt sich ihre Zeit beim Zirkus dem Ende zu. Dann erscheint ein Mann, der Ren kaufen und zurück in seine Heimat, Indien, bringen möchte. In ein Reservat, wo es ihm wesentlich besser gehen wird, als in einem kleinen Zirkuskäfig. In den letzten Wochen ist Ren für Kelsey ein Freund geworden und sie ist überglücklich, als sein Käufer ihr anbietet Ren als Pflegerin und Aufpasserin zu begleiten.
Doch die Reise läuft ganz anders als geplant. Gleich nach ihrer Ankunft gerät Kelseys ganze Welt aus den Fugen und sie erfährt, dass ihr weißer Tiger über 300 Jahre alt und ein verzauberter Prinz ist.

Bevor ihr jetzt aufhört zu lesen. Weil ihr euch denkt: Was ist das denn für ein Märchen; bitte hört nicht auf! Dieses Buch ist... irgendwie meine Jugend. (Und ich weiß, dass sich das jetzt erst recht kitschig anhört!) Die Reihe war der Übergang für mich zwischen Kinder- und Liebesromanen. Immer, wenn ich es in der Hand halte, die ersten Kapitel noch einmal lese, ich fühle mich Zuhause und in eine bessere Zeit zurückversetzt. „Kuss des Tigers“ ist für mich der Beginn einer Ära!
Dhiren ist ein Prinz, der vor drei Jahrhunderten von einem bösen Magier verzaubert wurde, sein Leben als Tiger zu fristen. Er kann sich nur für eine begrenzte Zeit in einen Menschen verwandeln. Kelsey ist die Auserwählte. Sie soll ihm helfen, den Fluch zu lösen. Die indische Göttin Durga spielt dabei eine tragende Rolle. Für Kelsey und Ren steht jetzt fest, dass sie Abenteuer erleben werden. Sie müssen sich unterschiedlichen, schwierigen und gefährlichen Aufgaben stellen. Dabei sind sie nicht alleine...
Tiger, Tiger, grelle Pracht - in den Dickichten der Nacht, - wes unsterblich Aug und Hand - wohl dein furchtbar Gleichmaß band? (Seite 7-8, "Der Tiger" von William Blake)
Bevor ich euch hier jetzt die komplette Bandbreite, das Ausmaß und die Geschichte der Bücher darlege, reiße ich mich lieber am Riemen und höre mal mit der Inhaltsbeschreibung auf.
Weitestgehend zumindest.
Das erste Buch ist, genauso wie die anderen drei, atemberaubend, spannend und emotional.  Kelsey und Ren.... ein Dreamteam. Finde ich. Aber ich will euch wirklich nicht die Spannung rauben. Natürlich kommen die beiden sich näher. Natürlich? Natürlich! Ich meine, für mich ist diese Geschichte eindeutig romantisch. Zuerst kennt Kells Ren nur als Tiger, sie redet mit ihm und teilt ihm ihre Geheimnisse und Gedanken mit. Dann erfährt sie, dass er eigentlich ein Mann ist. Ein Prinz, um genau zu sein. Ich denke, jeder von uns kann Kells Schock verstehen. Dieser Mann ist für sie nicht Ren. Ren ist ihr weißer Tiger, der harmlos und friedlich ist. Kein gut-aussehender, sexy und nach Sandelholz-duftender Prinz. Aber langsam begreift sie, dass es eigentlich umgekehrt ist. Ren ist dieser Mann. Und der Tiger ist sein Gefängnis. Kells Herz hat sich dem Tiger geöffnet und steht nun weit offen.

Ich sage es noch einmal: Bitte hört nicht auf zu lesen, nur, weil ihr vielleicht keine Kitschromane lesen wollt. Es ist nicht kitschig!
Der Spannungsbogen beginnt eher flach. Es ist ein Job, sie arbeitet im Zirkus. Dann der Tiger. Ich meine, wenn man so einem großen Geschöpf Futter geben muss, ist man bestimmt angespannt.
Ein zerrissenes Poster flatterte in der schwachen Brise. Ich bekam den Rand zu fassen und strich es glatt. Auf dem Bild war ein weißer Tiger zu sehen. Aber hallo! Hoffentlich gibt es nur einen von deiner Sorte ... Und hoffentlich sind dein Lieblingsgericht nicht junge Mädchen. (Seite 26)
Eigentlich geht die Geschichte aber erst mit Indien los.
Kelsey reist nach Indien und gerät dort prompt in Schwierigkeiten. Die Spannung und die Angst, die man um Kelsey hat und, die ich an ihrer Statt wahrscheinlich auch hätte, zieht den Spannungsbogen an.
Der Spannungsbogen steigt in den meisten Bücher gerade oder in einer Kurve. Irgendwo gibt es dann einen Höhepunkt, dann sinkt die Kurve wieder ein bisschen, bevor sie kurz vor Schluss noch einmal hochschießt und dann weiter unten ein schönes Ende findet.
Hier ist ein weniger – oder total – anders. Zwar steigt es am Anfang auch nur langsam, aber dann folgt ein spannendes Ereignis auf das nächste.
Immer, wenn man gerade denkt, dass das Abenteuer jetzt zu Ende ist, bringt Kells sich in Schwierigkeiten oder es passiert etwas Unerwartetes, das nicht mit einkalkuliert wurde.
Neben der Spannung und Romantik lernt man unglaublich viel. Über die indische Kultur, über die Religion und vor allem über die Göttin Durga. Es ist alles verständlich und nachvollziehbar geschrieben, sodass wirklich jeder die Verzweigungen der Götter und Flüche, Magier und Bösewichte verstehen kann. Und dabei ist es nicht belehrend, sondern eben einfach spannend und interessant. Und es nimmt nicht Überhand, denn Kells und Ren finden jeden Fetzen Information nur nach und nach und forschen dann erst nach.

Nach diesem Buch, nach dem Buch und der Reihe, ich liebe Tiger. Wann immer man mich nach meinem Lieblingstier fragt, ist es ein weißer Tiger. Und das ändert sich auch vorerst nicht. Ich habe so viele Bücher mit tollen Tieren gelesen, Füchsen, Eulen, Hunden... aber Tiger. Unschlagbar!
 "Diese tigre ist molto pericolosa - eines der gefährlichsten Raubtiere auf der ganzen Welt! Seht unserem Dompteur genau zu, wie er seine Leben riskiert, um euch ... D-H-I-R-E-N ... zu präsentieren!" (Seite 33)
Es... lest dieses Buch. Bitte. Tut mir und euch damit den Gefallen, denn es wird euch gefallen, wenn ihr euch nur ein wenig für Romantik und andere Kulturen interessiert. Und, wenn ihr Fantasie nicht komplett abgeneigt seid.
Einen Haken hat das Buch. Einen Haken, der für mich riesig wäre, wenn das Buch und sein kompletter Inhalt nicht so fantastisch wäre! Der so aber nun klein und schmächtig wirkt. Denn das Buch hat einen Cliffhanger. Als ich die Reihe gelesen habe, dachte ich jedes Mal schockiert, wie man ein Buch nur so enden lassen kann. Aber nachdem ich „Opal“ von Jennifer Armentrout und „Lady Midnight“ von Cassandra Clare gelesen habe... Trotzdem solltet ihr vorgewarnt sein und eventuell schon die Fortsetzung griffbereit haben. Der Vorteil an dieser Reihe ist, dass alle Bände schon erschienen und die Geschichte ein akzeptables Ende gefunden hat.
Das heißt... nicht ganz. Denn gestern habe ich etwas Unglaubliches entdeckt. Obwohl der vierte Band schon 2012 auf Englisch erschienen ist, kommt nun (20. März) ein fünfter Band dazu. Ich kann euch gar nicht sagen, wie glücklich ich darüber bin!!! Trotzdem braucht ihr keine Sorge zu haben, denn ich konnte seit drei Jahren mit dem Ende des vierten Bandes leben. Und ich liebe diese Reihe und hasse Cliffhanger, dann schafft ihr das auch. ;)

Eine Sache muss ich jetzt noch loswerden. Es hat weniger mit dem Buch zu tun, als vielmehr mit... Indien.

Seit ich dieses Buch gelesen habe, möchte ich unbedingt einmal hin. Jeder hat doch den ein oder anderen Traum, oder? Ich muss unbedingt nach Indien... (und Amerika, und Australien..., aber Indien steht ganz weit oben!) Indien wird in diesem Buch beschrieben, wie ein Land, in dem alles möglich ist. Aber nach allem, was ich seitdem darüber herausgefunden habe, wird es nicht unnötig schöngeredet. Der Verkehr ist wirklich so grauenvoll und alle fahren nach ihrem Tempo. Es ist wirklich heiß. Aber die Menschen sind freundlich und offen. Hilfsbereit und die Feste, die Abende, das Essen... Das Buch hat meine Ansicht auf dieses eine Land komplett verrückt! Und seit ich es gelesen habe, habe ich immer einmal dorthin gewollt.
Und nun, stellt euch vor: Ich reise dorthin! Mein Traum wird in Erfüllung gehen. Natürlich werde ich nicht Rens Zuhause sehen, aber ich komme nach Indien und damit schon irgendwie an den Ort des Geschehens. Ich bin überglücklich, glaubt mir! Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr ich mich freue!


Wie auch immer. Zurück zum Thema: Das Lesen lohnt sich. Ihr werdet es lieben. Das hoffe ich. Und das tue ich. Der Cliffhanger ist meiner Meinung nach der einzige, winzig kleine Haken und es ist einfach eine spannende und süße Liebesgeschichte, bei der es weniger um die Liebesgeschichte, als um das Lösen des Fluchs geht.
Viel Spaß beim Schmökern, ihr Lieben.
Eure
Nina

PS.: Morgen werdet ihr ein Buch aus dem „Romance“-Genre auf Lea Phelinas Blog „Leas Buchblog“ finden.
PPS.: Ich würde mich sehr über eine Rückmeldung von euch freuen. Vielleicht kennt ihr das Buch ja auch schon? Vielleicht seit ihr sogar genauso vernarrt wie ich? Oder ihr habt eine tolle Buchempfehlung für mich? Ich würde mich über eine Rückmeldung sehr freuen.
PPPS.: Vielleicht sollte ich langsam mal Schluss machen, aber eins muss ich auch noch los werden. Danke, Smarty! Für diese tolle Blogtour und Organisation! Es macht mir unheimlich viel Spaß!

Montag, 12. Februar 2018

Lang ist's her...

Nach einer, wie ihr wohl bemerkt habt, nun längeren Pause, in der ich endlich mal Liegen-Gelassenes aufholen konnte, bin ich nun auch endlich wieder da. Leider habe ich nicht so eine tolle Ausrede dafür, dass ich mich nicht gemeldet habe, wie Katy aus "Obsidian". Aber ich hoffe, dass ich euch dennoch nicht vergrault habe.
Jetzt wird es hoffentlich wieder mehr. Immerhin habe ich nun einige tolle und wunderbare Bücher, von denen ich euch unbedingt berichten muss! Wie zum Beispiel: "Im leuchtenden Sturm", "Stolz und Vorurteil" und "The Alien King's Baby" - alles tolle Bücher! Und ein paar Bücher, die ich vor einem halben Jahr gelesen habe und die 5 Sterne verdienen und noch keine Rezi erhalten haben.
Die kommen nun alle nach und nach. Ich gebe mir Mühe und wünsche euch viel Spaß beim Schmökern.
Demnächst erneuere ich vielleicht auch mal das Layout und den Hintergrund, aber ihr findet mich immer noch unter derselben Adresse... keine Sorge.

Vielleicht habt ihr es schon gesehen, aber ich nehme an Smartys Must-Read Blogtour teil und stelle selbst am 26.02. mein Must-Read vor. Ich hoffe, es gefällt euch.
Also nun: Bis nicht allzu bald!
Eure

Nina

Must-Read Blogtour

Die Must-Read Blogtour von Smarty steht in den Starlöchern und beginnt am 14.02.
Im letzten Monat konnte sich jeder, der wollte anmelden und auch ich nehme daran teil. Ich bin schon ganz gespannt. Das wird bestimmt toll! Ich werde euch am 26.02. ein wunderbares Buch vorstellen, zuvor und auch danach gibt es einige spannende und tolle Bücher, die von ebenso tollen Blogs präsentiert werden. Ich freue mich schon auf die anderen Must-Reads. Das wird mit Sicherheit wunderbar. Schaut doch auch mal vorbei.
Smarty hat einen tollen und kreativen Zeitstrahl vorbereitet und alle Blogs verlinkt, die teilnehmen. Die Übersicht findet ihr hier. Später werden nach und nach auch die einzelnen Beiträge dort verlinkt. Die Idee ist klasse, wie ich finde, und ich bin sicher, dass ich nicht die einzige bin. Und Smarty hat sich wirklich ins Zeug gelegt mit dem Organisieren und es uns so einfach wie möglich gemacht. Danke! Ich freue mich schon sehr darauf!

Sonntag, 24. Dezember 2017

Schneemänner

Passend zum Heiligabend kommt hier jetzt auch endlich meine Rezension zu der ersten Staffel von den "Schneemännern" von Nora Amelie.
Die erste Staffel besteht aus drei Bänden, die sich um Louisa und ihre Urlaubsbekanntschaften drehen...

Denn das Jahr neigt sich dem Ende zu. Silvester steht vor der Tür und Louisa nimmt Reißaus vor ihrer Familie und deren aufdringlicher Feier. Sie begibt sich an ihren geheimen Rückzugsort, ein süßes Hotel an der Küste. Direkt nach der Ankunft nutzt sie die Gelegenheit des freien Schwimmbeckens und zieht ihre Bahnen. Sie probiert sich an einer neuen Schwimmform und steht kurz vorm Ausbruch ihrer Frustration. Doch dann wird sie unterbrochen. Von einem jungen Mann, der sie beobachtet.
Ein ziemlich gut aussehender junger Mann, der sich als Jacob vorstellt. Louisa ist in diesem Punkt auf jeden Fall mit mir einer Meinung. Oder vielleicht auch anders herum und ich bin einer Meinung mit ihr... egal. Jacob sieht auf jeden Fall richtig gut aus! Dann geht er ins Wasser und macht ihr mal eben vor, wofür sie stundenlang übt! Und dann verlangt er von ihr, es ihm nachzumachen. Wie eine Art Lehrer verlangt er von der empörten Louisa sich vor ihm zum Affen zu machen. Mit ihrer selbstbewussten Art gelingt es ihr, der Situation zu entkommen.
Louisa macht aber keineswegs einfach nur Urlaub, Entspannung und geht auf Partys, nein, eigentlich ist sie hergekommen, um ihren Roman bis zur Deadline fertig zu schreiben. Denn sie ist Erotikautorin und Selfpublisherin. Den Druck mit der Deadline hat sie also einzig sich selbst zu verdanken. Abends geht sie hinunter zum Essen und begibt sich dann wieder rauf in ihr Zimmer, um weiter zu schreiben. Ein paar Tage vor Silvester gleitet jemand auf den Stuhl ihr gegenüber am Tisch. Jacob. Fassungslos erlebt Louisa mit, wie er Wein bestellt und dann auch noch über ihre Gewohnheiten erschreckend genau im Bilde ist. Als sie erneut Reißaus nehmen will, blockiert jemand anders ihren Stuhl. Mit voller Absicht. Wie sich herausstellt heißt er Paul. Ein Bad-Boy, genauso wie Jacob, wie schon an seiner selbstverständlichen und alles einnehmenden Haltung klar wird. Danach nimmt die Geschichte ihren Lauf. Louisa landet zwischen den beiden und es türmen sich mit einem Mal Fragen über Fragen.

Man kommt direkt gut in die Geschichte rein, ich zumindest konnte Louisa gut verstehen, ein wenig Abstand zu brauchen, auch, wenn ich selbst das nicht an Silvester machen würde... aber trotzdem. Nach allem, was sie über ihre Familie erzählt, braucht sie definitiv mal eine Pause! Und so einen Rückzugsort benötigt jeder mal. Erst recht so einen schönen direkt an der Küste - naja, die erkennt man im Buch bei all dem Schnee dann ja irgendwann nicht mehr...!
Ein wenig Mitgefühl für Louisa stieg in mir auf, als sie mit Jacob im Schwimmbad alleine war. Ein gut aussehender Kerl. Man ist allein mit ihm. Und dann kommt so etwas. Als ob man sich dann vor ihm auch noch blamieren möchte! Dann nimmt die Geschichte schnell spannendere Ausmaße an, erst die Spannungen bei Tisch, die sich dann immer weiter aufbauen. Erst durch Paul, dann durch die darauf folgende Nacht und schließlich durch...
Aber die Fragen lassen den Leser nicht los. Woher wissen Jacob und Paul so viel über sie? Wieso dies? Wieso das? Wieso jenes? Es macht einfach noch keinen richtigen Sinn. Und während man weiterliest und ein paar Fragen endlich beantwortet werden, entstehen aus den Antworten immer neuere Fragen, die sich aufzutürmen beginnen. Das mag jetzt vielleicht ein wenig harsch klingen, aber das ist es gar nicht! Das ist es, was mir an dieser Geschichte - unter anderem - so viel Spaß gemacht hat. Das Warten und Hoffen auf die Auflösung und das Spekulationen-anstellen.
Aber trotz all der Spannung und Ernsthaftigkeit wird auch viel Humor und Sarkasmus reingebracht. Vor allem Ironie von Louisas Seite. So schafft sie es mit einer doch recht seltsamen Situation locker umzugehen.
Während es hier zu Weihnachten für Schnee bereits wieder viel zu warm ist, wird Louisa der Schnee bald ein wenig zu viel... oder wenigstens zum Verhängnis - ohne zu viel verraten zu wollen! Durch das Buch wurde meine Weihnachtsstimmung wenigstens schon mal ein wenig angekurbelt, auch, wenn es im November vielleicht noch ein wenig früh war. Aber... es schadet ja nicht!

Der erste Band verging schnell als gedacht und ich war zumindest wirklich froh, dass ich am Ende den zweiten und dritten Band bereits in der Hand halten konnte. Denn am Ende geht Nora Amelie mit uns nicht wirklich gnädig um. Trotzdem ein klasse und super gelungener erster Teil! Kompliment und danke, dass ich es lesen durfte!

Bevor ihr jetzt weiterlest, solltet ihr euch vielleicht auf ein paar Spoiler einstellen. Oder ihr lest erst den ersten Band. ;) Ich wünsche euch an dieser Stelle schon einmal fröhliche Weihnachten! Danke, dass ihr diese Rezi gelesen habt.
Dann geht es jetzt weiter mit Band zwei.

Louisa ist eingeschneit. Mit den beiden Männern. Alleine. In Pauls Holzhütte. Sie steckt mit ihnen fest. Nachdem sie einmal so richtig ausgeflippt ist, liegt am nächsten Morgen ein riesiger Berg Schnee vor der Tür. Bevor sie ihrem One-Night-Stand (oder vielleicht lieber Two-Night-Stand) entfliehen kann, muss sie also erst einmal da bleiben. Allerdings spielte ihr das zum Teil auch in die Hände, denn so bekam sie die Gelegenheit ein paar Fragen beantworten zu können. Ein paar Fragen über Jacobs und Pauls Leben.
Leider waren es noch recht dürftige Erklärungen, aber der Leser wurde eben immer nur nach und nach mit ein paar Krümeln gefüttert. Aber sie sprechen nicht nur über die Jungs, sondern auch Louisa werden weitere Informationsbrocken aus der Nase gezogen...
Erinnert ihr euch noch an Louisas Vorsatz über Silvester hinweg ein Buch zu beenden? Ja? Echt? Wow. Naja, Louisa eben auch. Die Deadline sitzt ihr die ganze Zeit über im Nacken und auch die Überredungskünste der Jungs, sie solle sich doch mal ein wenig Entspannung gönnen, helfen nicht viel. Sie bemüht sich, weiter zu schreiben, aber nachdem sie einmal raus und abgelenkt ist, ist es vorbei... naja, vielleicht fehlt es ihr an Inspiration???
Auch Louisas Mutter kommt nun endlich einmal vor. Und sie ist genau so, wie Louisa sie vorher beschrieben hat. Neugierig, schnatterig, kontrollsüchtig und weiß alles über den neuesten Klatsch.

Im zweiten Band geschieht recht viel. Ein Angebot, über das Louisa zuerst näher nachdenken muss. Das von definitiv heiklem Thema ist und dem Louisa selbst noch recht skeptisch gegenüber steht. Außerdem geht es in diesem Teil um Vertrauen. Und zwar um eine gehörige Portion davon, Vertrauen und Ehrlichkeit. Louisa muss einzuschätzen lernen, wie weit sie gehen darf - in mehr als einem Sinne! Und zu diesen beiden Themen und heiligen Sakramenten zählt auch, dass man, ob man, oder ob man eben nicht, eifersüchtig wird. Naja, das lasse ich euch selbst herausfinden.
Ich war, genauso wie beim ersten Band. Froh darüber, dass ich den dritten griffbereit hatte. Jacob, als der Einfühlsamere - zumindest nach außen hin - und Paul, als der Explosivere scheinen Louisa auf jeden Fall erst einmal recht gut im Griff zu haben. Oder zumindest glauben sie das - na, wenn sie sich da mal nicht täuschen!

Dieser Teil ist und bleibt so humorvoll, wie der erste. Er setzt die Dramatik und den Humor gewissermaßen fort. Louisa kann ich in beinahe jeder Situation immer besser verstehen. Naja, man wächst mit seinen Aufgaben, oder? Ich habe Louisas Gefühle verstärkt erlebt und war, glaube ich, teilweise ein wenig gereizt. In gewissen Situationen bin ich dann schonmal regelrecht an die Decke gegangen... Und die Fragen, die ich habe, oder die ich hatte, stapeln sich weiter.

Nun kennt ihr das ja schon. Ihr solltet euch wieder auf den ein oder anderen Spoiler gefasst machen, wenn ihr weiterlest. Aber danke, dass ihr bis hierher gelesen habt!

Im dritten Band besucht Louisa Jacob in seiner Zahnarztpraxis. Sie ist ängstlich den Geräten und der Praxis im Allgemeinen gegenüber. Wieso nur...? Aber Jacob ist und bleibt einfühlsam. Offenbar im Gegensatz zu mir, denn wie es scheint, werde ich, ähnlich Louisa, schnell eifersüchtig. Wenn ihr das erste Kapitel lest, versteht ihr hoffentlich, was ich meine!
Wenn Louisa mit Jacob spricht braucht sie nicht lange überlegen, was sie sagen will, da die Worte von ganz allein aus ihrem Mund purzeln. Er ist ihr "Fels in der Brandung" und Paul... ist er dann die Brandung? Aber auch Paul zeigt sich schließlich mal als Einfühlsam und als derjenige mit dem man gut reden kann. Der, der sie gut versteht. Und ein weiteres Geheimnis eröffnet sich dem Leser... was hat das nur mit Thomas auf sich? Hier treten die drei zum ersten Mal auch als Trio in ihrem normalen Leben auf. Sie versuchen sich damit zu arrangieren.
Doch die Fragen bleiben. Die Spannung steigt weiter. Wie sie sich weiter und eigentlich erst richtig kennen lernen...
Dem Leser wird Louisas Arbeit näher gebracht, man erlebt den Veröffentlichungsprozess ihres Buches und bekommt mit, wie sie arbeitet. Notizen und Disziplin. Ich zumindest habe einen ganz schönen Respekt entwickelt. Ständig zu arbeiten, ich weiß nicht, ob ich das könnte...

Aber auch dieser dritte Band hat einen Cliffhanger. Und die zweite Staffel halte ich leider noch nicht in den Händen. Dennoch hat es mir sehr gut gefallen!
Eine tolle erste Staffel, mit fantasievollen Beschreibungen, dramatischen Wendungen, Humor und vor allem Spannung. Die drei Bände haben meine Neugier angestachelt, das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht! Alle wesentlichen Aspekte werden hervorgehoben, aber es werden auch nicht zu viele Geheimnisse preisgegeben. Immerhin gibt es noch Fortsetzungen.
Ich gebe der ganzen ersten Staffel 5 Sterne! Danke, dass ich es lesen durfte! Und Frohe Weihnachten!
14.48